Vom Zähmen freibeuterischer Datenmonster…

Lange war es still auf diesem Blog. Mittlerweile bezeichne ich mich bereits seit knappen 2 Monaten als politischer Freibeuter und habe mich in der Partei bereits ein wenig zurecht gefunden.

Meine Neulings-Odyssee endete im IRC Chat für Neulinge. Da lasse ich mich seither immer wieder gerne blicken. Nicht nur dass einem hier wirklich hervorragend und sehr freundlich weitergeholfen wird, man bekommt quasi nebenbei auch noch mit, was denn andere Neulinge so auf dem Herzen haben. Und siehe da: Man ist nicht alleine. Manch ein andrer strauchelt ebenfalls im Kommunikationsdickicht der Partei und strandet dann hier. Viele Antworten finde man im Wiki, hört man dann. Aha. Wiki…

Nun gut, was als minderjähriger Urpirat selbst mit den starken Männern zurande kommt, wird ja wohl an einigen grundlegenden Fragen des durchschnittlichen Neupiraten (Männlich, jung, Student, für totale Anarchie im Netz und introvertierter real-life-hero, so sagt man) nicht scheitern. Und ich sollte Recht behalten, der Neupirat scheitert viel eher am Wiki. Die Ursache hierfür steckt in der Natur dieses virtuellen Gedächtnisses: Es weiß alles, teils in mehrfacher Ausführung und möglichst umfassend.

Das Piratenwiki orientiert sich, wen wunderts, an der weltweit bekannten Enzyklopädie. Jeder, der sich hier einen Account erstellt, kann Seiten erstellen und vorhandene verändern. Praktisch. Und grenzenlos.

Die Startseite präsentiert sich noch recht adrett und strukturiert, schnell wird jedoch klar, das hier findet man alles und nichts. Ersteres bei entsprechender Qualifikation (=Erfahrung), Letzteres als unwissender Freibeuter in spe. Die beim deutschen Michel weit verbreitete Kombination aus willkürlicher Suchfunktionsnutzung und planlosem Linkgeklicke führt über Umwege zum eigenen Datenburnout. Wer sich jedoch zuvor, oder gar parallel dazu im Chat beraten lässt, legt hier schnell eine akzeptable Effizienz an den Tag.

Somit wäre auch geklärt warum die Redewendung „willst du was verstecken, packs ins Wiki“ zwar ihre Berechtigung hat, bei entsprechendem Vorgehen jedoch müde belächelt werden darf.

Allerdings kann das Wiki noch viel mehr. Steckbriefe nämlich. Damit meine ich nicht diese absolut nutzlosen Zettel, welche man in der Unterstufe generell zur Beschreibung von „interessanten“ Pflanzen verwendet, sondern individuelle, von den Nutzern selbst erstellte Profile. Und so langsam bekommen die Nicknames im Chat und im Forum Profil…

 

Das solls dann auch schon wieder gewesen sein. In Kürze wird ein Eintrag über Stammtische folgen, welche ja bei den Piraten wirklich politisch erquickend sein sollen.

In diesem Sinne, auf bald

 

Muffinmoerder

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